Gersten: Putenstall abgebrannt - Über 800000 Euro Sachschaden

 

Ein Schaden von über 800 000 Euro entstand nach Angaben der Polizei am Dienstagabend beim Brand eines Putenmaststalls an der L 66 im Bereich Gersten-Bregenbeck.

Um 20.21 Uhr alarmierte die Rettungsleitstelle die Ortsfeuerwehr Bawinkel mit dem Hinweis, dass sich auf dem brennenden Stall eine Fotovoltaikanlage befinde und die nötige Vorsicht geboten sei.

Als das erste Fahrzeug an der Einsatzstelle eintraf, brannte der 19 mal 90 Meter große leere Stall in voller Ausdehnung. In ihn sollten am nächsten Tag 4800 vier Wochen alte Jungputen aufgestallt werden. Einsatzleiter Gemeindebrandmeister Andreas Wentker ließ die Ortsfeuerwehren Gersten, Lengerich und Wettrup zur Unterstützung nachalarmieren. Aufgrund der Gefahren, die von der weiterhin unter Spannung stehenden Fotovoltaikanlage ausgingen, konnte nur mit einem entsprechenden Sicherheitsabstand gelöscht werden. Außerdem konzentrierte man sich darauf, die nebenstehenden Ställe zu schützen.

Das Dach der Halle stürzte im Laufe des Brandes komplett ein, die Fotovoltaikanlage wurde vernichtet. Die Polizei nahm noch am Dienstagabend ihre Ermittlungen an der Brandstelle auf und schließt nicht aus, dass durch falsch positionierte Gasstrahler, die den Stall aufwärmen sollten, ausgelegtes Stroh in Brand geriet.

Die Löschwasserversorgung wurde von einem direkt am Eingang des Geländes vorhandenen Bohrbrunnen sichergestellt. Zusätzlich verlegte man noch eine Schlauchleitung von einem 200 Meter entfernten Teich. Ein Feuerwehrmann wurde leicht verletzt und von Rettungssanitätern versorgt. Insgesamt waren 75 Einsatzkräfte der Feuerwehr bis rund 1 Uhr mit den Löscharbeiten beschäftigt. Die Ortsfeuerwehr Gersten stellte bis zum nächsten Morgen eine Brandwache.

Vor wenigen Tagen hatte Kreisbrandmeister Christoph Wessing in einem Gespräch mit unserer Zeitung (siehe Kreis Emsland vom 3. März) auf die Besonderheiten beim Brand dieser Anlagen hingewiesen. Den Strom abzustellen sei praktisch unmöglich. Die Leitungen ständen weiter unter Spannung.